Aquaristischer Arbeitskreis Leinetal e.V.
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Zum Sprungverhalten des Javakampffisch Betta picta
von Annekatrin Krull
Alle Betta-Arten sind ausnahmslos gute Springer, was sie auch immer wieder eindrucksvoll
demonstrieren. Die maulbrütende Art Betta picta ist zudem meistens sehr scheu, so dass
sie schon bei der kleinsten, etwas ruckartigen oder unvertrauten Bewegung des Betrachters
aufschrecken und das Weite suchen - im Zweifelsfall auch in Form eines Sprunges aus dem
Aquarium. Dass aber auch maulbrütende Männchen ihr und das Leben ihrer Nachkommen auf
diese Weise aufs Spiel setzen, hätte ich nicht gedacht. Umso erstaunter war ich, als ich
an einem Morgen mein maulbrütendes Betta picta-Männchen ein Aquarium weiter inmitten einem
fremden Jungfischschwarm wiederfand. Seine eigenen Nachkommen hatten die "Flucht"
wohlbehalten im Maul überlebt.
Ich hatte das Männchen am Nachmittag des Vortages umgesetzt, weil es bald seine Jungen "ausspucken"
sollte. Das Aquarium war nichr abgedeckt, da ich davon ausging, dass das Männchen nicht so "blöd"
sein würde mit den Jungen im Maul herauszuspringen. Zwischen diesem Aquarium und dem Aufzuchtbecken
lag ein Abstand von ca. 10 cm und ein Höhenunterschied von etwa 7 cm. Optisch waren die Becken
zusätzlich mit schwarzer Pappe abgetrennt; das Männchen konnte also das Aufzuchtbecken als
"rettendes Ufer" nicht vorher gesehen haben.
Diesmal ist es noch einmal gutgegangen, aber seitdem wird bei mir jedes Kampffischbecken bis auf den
Millimeter genau abgedeckt !