Aquaristischer Arbeitskreis Leinetal e.V.

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Zuchtbericht: Metallpanzerwelse, Corydoras aneus

von Annekatrin Krull


Ich pflege nun schon seit gut drei Jahren zwei Männchen und ein Weibchen des Metallpanzerwelses Corydoras aneus in meinem kleinen 60cm-Gesellschaftsbecken und diese kleinen, lustigen Tierchen hatten nie zuvor den Anschein erweckt sich fortpflanzen zu wollen (Das konnte man ihnen aber auch nicht übel nehmen, da meine Schmetterlingsbuntbarsche nicht immer "gut gelaunt" waren. Zudem war das Becken auch recht klein für die Zucht.).

Die Geschlechter sind bei Corydoras aneus sehr einfach auseinanderzuhalten. Die Weibchen sind sehr bullig und stämmig mit ihren laichgefüllten Bäuchen, während die Männchen eher schmal gebaut sind. Bei mir war es zusätzlich so, dass die rostbraune Körperfärbung bei den Männchen wesentlich intensiver ausgeprägt war, das Weibchen dagegen sogar "blaß" aussah.

Zum Ablaichen kam es als die drei Fische nach der Neueinrichtung des Aquariums als erste wieder einzogen. Die Wasserwerte damals betrugen: ph 6,8; 6°dGH; Wassertemperatur 27°C. Die Fütterung erfolgte an den Tagen davor mit Roten und Schwarzen Mückenlarven (Gefrierfutter) und FD-Futtertabletten.

Die Balz und das Ablaichen konnte ich nicht verfolgen, da es entweder in den späten Abendstunden oder am frühen Morgen stattgefunden haben muss. Mittags entdeckte ich dann überall an den Pflanzen und Scheiben weißliche Eier von 2-3mm Größe. Obwohl professionelle Züchter empfehlen die Elterntiere aus dem Becken zu entfernen, ließ ich sie im Aquarium, da sie die Eier nicht behelligten.

Am nächsten Tag konnte ich in den Eiern bereits winzige Fischlarven mit Augen erkennen, die sich in den gelb-braun verfärbten Eiern bewegten. Einen Tag später schlüpften die ersten Larven und fielen zappelnd zu Boden. Ihre ersten "Schwimmversuche" mit Dottersack waren mehr als kläglich.

Mit einem dünnen Schlauch saugte ich einige der Larven, die ich erwischen konnte, ab und setzte sie in ein Vollglasaquarium mit gleichem Wasser. Da die Temperatur für die Larven zu hoch war, mußte sie schnell auf ca. 24°C heruntergeregelt werden.

Die Larven sind 3-4mm groß und weißlich bis durchsichtig. Bei einer genauen Begutachtung mit einer Lupe konnte man kleine, stummelige Barteln und die im Vergleich zur Größe der Larve recht großen Brustflossen erkennen.

Innerhalb von zwei Tagen wurde der Dottersack aufgezehrt und es konnte eine Anfütterung mit Artemia-Nauplien beginnen. Anfangs mußten die Artemia-Nauplien schon genau vor das Maul der Jungfische schwimmen, um gefressen zu werden, aber nach einigen Fütterungen (3-5 mal am Tag) beginnen sie mit dem "Gründeln" und fressen dann sehr gut. Bereits nach knapp einer Woche sind sie 7-8mm groß und die Flossen und Barteln sind gut zu erkennen.

Die Jungfische sind anfangs sehr lichtempfindlich und schrecken bei zu grellem Licht auf. Im Dämmerlicht werden sie aber zusehens aktiver. Sie wachsen bei guter Fütterung, guter Wasserqualität und ausreichend Platz sehr schnell heran. Im Alter von 15-17 Tagen beginnen sie sich langsam einzufärben, zunächt erscheinen graue Flecken auf hellem Grund am ganzen Körper und ein schwarzer Strich zieht sich vom Maul zum Auge. Zu diesem Zeitpunkt wird auch die typische Panzerwelsform immer deutlicher.

Die erste Darmatmung konnte im Alter von ca. 3 Wochen beobachtet werden. Die Ernährung kann dann je nach Größe der Jungfische auch durch zerkleinerte Rote Mückenlarven und FD-Futtertabletten ergänzt werden.